High End in Ästhetik

Hart- und Weichgewebsmanagement – Das Emergence Profile


Wird in der Oberkiefer-Front, d. h. in der Ästhetischen Zone, ein Implantat gesetzt, kommt es nicht nur darauf an, dass das Implantat dauerhaft fest einwächst und
die Keramikkrone darauf wunderschön natürlich erscheint. Auch das Zahnfleisch um den Kronenrand herum muss so gestaltet sein, dass es sich girlandenförmig der Implantatkrone anschmiegt wie bei einem natürlichen Zahn.

Hierzu kann es zunächst nötig sein, neben der Wahl der korrekten Implantatposition den Kiefer im Implantatbereich mit hartem, eigenem oder bovinem Knochen zu stützen und das Zahnfleisch mit einem (weichen) Bindegewebstransplantat aus dem Gaumen zu verdicken.

Es kommt also nicht nur auf die schöne, weiße Krone an, sondern auch auf die rote Gingiva, auf die Erhaltung bzw. Rekonstruktion der so genannten Rot-Weiß-Ästhetik.

Schließlich gilt es, einen belastbaren, bakteriendichten Ring aus Zahnfleisch in gewünschter Form um das definitive, endgültige Implantat-Aufbauteil (Abutment) und somit um den definitiven Kronenrand zu kreieren, das Emergence Profile.

Der Implantat-Aufbau, das Abutment, ist der Teil der Implantatversorgung, der in das Implantat geschraubt wird, um der Krone Halt zu geben.
 

Bild 1
 


Die Implantatschulter am Knochenrand ist immer kreisrund. Der Querschnitt eines natürlichen Frontzahnes auf Zahnfleischniveau ist hingegen annähernd dreieckig (Bild 1 u. 2).

Bild 2

Das Abutment bildet den Übergang, den Wechsel von rundem Implantatdurchmesser hin zur triangulären Querschnittsform der Implantatkrone (Bild 3).

Ein provisorisches, trianguläres Abutment aus Kunststoff oder Keramik dient in der Einheilphase als Zahnfleischformer, der für die Konditionierung (Ausformung) eines dreieckigen Zahnfleischtrichters (Emergence Profile) im Bereich der Durchtrittsstelle der Implantat-
                                                                          versorgung durch das Zahnfleisch sorgt.

Bild 3

Dabei ist es sinnvoll, zunächst eine provisorische Sofortversorgung unmittelbar nach der Implantation noch am Behandlungsstuhl zu fertigen. Etwa eine Woche später wird dann ein laborseitiges Langzeit-Provisorium eingesetzt. 

Der Heilungsverlauf soll alle zwei Wochen kontrolliert werden. Das provisorische Abutment wird ggf. angepasst. Nach etwa 12 Wochen ist das Zahnfleisch formstabil und  ausmodelliert. Der Abdruck für das definitive Abutment und die Krone 
                                                                          kann erfolgen (Bild 4).

Bild 4

Die Implantatkrone wird jetzt wie ein natürlicher Zahn aus dem Zahnfleisch hervortreten.

Bei zahnlosen Kieferarealen kann das Emergence Profile der endgültigen Brückenglieder durch eiförmig gestaltete provisorische Brückenpontics, die sich in die Schleimhaut  eindrücken müssen und somit Impressionen in der Gingiva hinterlassen, gestaltet werden (Bild 5).


 

Bild 5



Übrigens:

Herausnehmbare Übergangsprothesen sind zur Ausformung des natürlichen Emergence Profile in der Regel ungeeignet. Die Anforderung an die Modellation entsprechender Zahnfleischstrukturen können nur festsitzende Langzeit-Provisorien erfüllen.


 


Implantate im PDF, die "Rot-Weiß-Ästhetik"

 

Das Emergence Profile - Ein Behandlungsfall *

Die Dokumentation eines konkreten Behandlungsfalls finden Sie hier.

 

 

 

Implantate im Video, Hart- und Weichgewebsmanagement


 

Lesen Sie bitte auch die Kapitel
"Feste Provisorien" und
"Die Sofortversorgung".

 


* Die hier gezeigten Darstellungen bilden nur einen Teilbereich aller Lösungsmöglichkeiten ab. Bitte lassen Sie sich im persönlichen Gespräch umfassend beraten.

 

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